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Vereins-Chronik  

Die Vereinsgeschichte der Kolpingsfamilie Lichtenfels war von dem aufrechten Zusammenhalt christlich gesinnter Männer getragen. Das stetige Wachsen der Gemeinschaft diente neben dem geselligen Leben vor allem der Vorbereitung des jungen Mannes auf seine Aufgaben in Beruf, Familie und Staat.

 

Die Gründung des katholischen Gesellenvereins Lichtenfels, der im kath. Kasino seine Vorläufer und späteren Taufpaten hatte, ging nicht reibungslos vor sich. Der damalige Stadtpfarrer Ritter von Stahl war ursprünglich für die Gründung eines christlichen Arbeitervereins. Eine starke Gruppe junger Gesellen, 26 an der Zahl, verstand es aber, ihn durch zahlreiche Bittschriften und Vorsprachen von der Dringlichkeit der Gründung eines Gesellenvereins zu überzeugen. Es wurde ein Schutzvorstand gewählt. Das einstweilige Präsidium wurde aber im Hinblick auf das fortgeschrittene Alter von Dechant Stahl dem damaligen Stadtkaplan Büttner übertragen. Senior wurde der Glasermeister Johann Raab, Kassier wurde der Metzgermeister und Gastwirtssohn Fritz Deuerling, zum Schriftführer ist der Kaufmann Johann B. Pabst gewählt worden. Zu Ordnern wurden der Büttner Georg Rübensaal und der Schuhmacher Georg Hönninger bestimmt. Neben den Vorstandsmitgliedern traten seinerzeit 31 Handwerker, darunter auch 3 evangelische Gesellen der Gemeinschaft bei.

 

Eine wesentliche Festigung der Vereins erfolgt durch die Gewinnung von Schutzmitgliedern und durch die Anmietung eines Vereinslokals. Noch fehlte die offizielle Aufnahme des Vereins in den Verband der Katholischen Gesellenvereine Deutschlands. Das Generalpräsidium in Köln, dem damals Domkapitular Schäffer als Nachfolger Adolf Kolping vorstand, bestätigte nach anfänglichen Bedenken die Aufnahme in den Zentralverband mit folgendem Wortlaut:

 

Diplom für den Kath. Gesellenverein Lichtenfels
Der Kath. Gesellenverein Lichtenfels wurde gegründet am 27. Dezember 1890, in den allgemeinen Verband des kath. Gesellenvereins zu München am 12. August 1891 aufgenommen und hat sich damit zur treuen und gewissenhaften Befolgung der allgemeinen Statuen des kath. Gesellenvereins, wie solche nach vorhergehender Beratung durch den Zentralvorstand publiziert werden, verpflichtet.

Auszug aus dem Protokoll über die Genehmigung des
Kath. Gesellenvereins Lichtenfels, durch das Metropolitankapitel Bamberg: